Als Pilotprojekt liefen von November 2025 bis Ostern 2026 die Freidays an der Ruperti-Grund- und Mittelschule Laufen. Jeden Freitag standen vier Unterrichtsstunden als Freiraum zur Verfügung, in denen sich Schülerinnen und Schüler in selbstgewählten Projekten mit Zukunftsfragen beschäftigten.
Wie wird der Pausenhof grüner? Wie kann man Tieren helfen? Welche Freude können wir unseren Mitmenschen machen? Mit solchen und ähnlichen Themen setzten sich die Kinder auseinander. Begleitet wurden sie von ihren Klassenlehrkräften Stephanie Aufschläger, Sandra Burgstaller, Sophie Müller und Mathilde Wallner.
Grundlage waren die17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die allen Beteiligten in einer Kick-off-Veranstaltung vorgestellt wurden.
Am 22.05.2026 endeten die Freidays, für dieses Schuljahr, mit einem Präsentationstag. Mit John Lennons ‚Imagine‘ wurde die Veranstaltung eröffnet. Im Kern geht es bei den Freidays darum, welchen Beitrag jede und jeder leisten kann, um die Welt ein Stück besser zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich als wirksam erleben und spielerisch erfahren, dass jede und jeder Verantwortung trägt, wie die begleitenden Lehrkräfte erklärten.
Anschließend präsentierten die Klassen3c,5a,6a und 6b vor ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, zahlreichen Eltern ihre Projekte. Der Einladung waren auch viele Stadträte sowie Bürgermeister Christian Burr und Geschäftsleiter Christian Reiter gefolgt und zeigten Interesse am Schaffen der Kinder.
In den Wochen zuvor hatten die Kinder im Deutsch- und Informatikunterricht gelernt, wie man PowerPoint-Präsentationen erstellt, Stichwortkarten vorbereitet und einen Vortrag hält.
Die Projekte waren ausgesprochen vielfältig: Ein Insektenhotel wurde gebaut, ein Holunderstrauch gepflanzt, ein Tag mit Kindergartenkindern gestaltet, Kekse an obdachlose Menschen gespendet und Schulpullis angefertigt – um nur einige Beispiele zu nennen. Die einzelnen Projekte sind auf der Schulhomepage zu finden.
Die Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Ideen, den notwendigen Planungsschritten und den Erkenntnissen aus der Umsetzung – etwa formale E-Mails zu schreiben, Telefonate zu führen, beim Bürgermeister vorzusprechen, selbstständiger zu arbeiten und Konflikte konstruktiv zu lösen. Großer Dank galt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, den Eltern und Verwandten, der Stadt Laufen sowie diversen Sponsoren, die die Projekte mit Spenden ermöglichten. Auch das war ein Lerneffekt der Freidays: Man muss nicht alles allein schaffen, sondern darf Hilfe annehmen – und die Mitmenschen sind bereit dazu.
Zum Abschluss sangen die Kinder ‚Blumen und Beton‘.
‚Da sitzt sie, unsere Zukunft, und ich bin überzeugt: Mit diesen jungen Menschen wird die Zukunft hell‘, schloss Konrektorin Mathilde Wallner die Veranstaltung.
Wir sind die Schüler aus der Klasse 5a der Ruperti Mittelschule Laufen und
haben ein Hundekörbchen gebaut. Wir haben es gebaut, um Tieren zu helfen.
Es wurde für das Tierheim in Freilassing gemacht. Dabei hat uns Hannah´s Bruder Sebastian geholfen und wir konnten lernen, wie man etwas zusammenbaut. Außerdem wurde uns bewusst, dass so ein Projekt sehr viel Planung benötigt.
Wir haben die Zusammenarbeit sehr gut gefunden, da jeder mitgeholfen hat.
Alle Materialien wurden von uns selbst besorgt. Das Projekt war sehr erfolgreich und hat uns sehr viel Spaß gemacht.
Das Hundekörbchen wurde am 20.03. an das Tierheim übergeben. Hannah´s Mama Frau Hofmeister brachte uns nach Freilassing und wieder zurück. Vielen Dank dafür!
Projektmitarbeiter: Maria, Sarah, Hannah, Sabine, Mia
Wir sind Erik, Manuel und Vinzenz aus er Klasse 6b. Am 23.01.2026 überlegten wir uns, während der Freidays, an denen wir uns mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen, ein neues Projekt. Uns interessierte besonders das Ziel Nr. 3: Gesundheit und Wohlergehen. Dabei überlegten wir, wie wir die Gesundheit der Schüler an unserer Schule verbessern können. Da kam uns die Idee, Bälle für die Pausen zu besorgen, um die Kinder in Bewegung zu bringen. Wir hatten nur einen Ball, der immer wieder verloren ging und es fehlte ein Basketball. Zuerst überlegten wir, wie wir Geld sammeln könnten, um Bälle zu kaufen. Dann bekamen wir von unserem Direktor, Herrn Kumeth den Hinweis, dass es in Freilassing eine Firma gibt, die Bälle produziert. So schrieben wir eine E-Mail an die Firma Spielzeug John in Freilassing, um zu fragen, was Bälle bei Ihnen kosten. Sehr schnell kam die Antwort, dass die Firma uns die Bälle sogar spendet. Unsere Lehrerin holte die Bälle in Freilassing ab. Es waren zwei ganze große Säcke voll unterschiedlicher Bälle, darunter Basketbälle, Fußbälle und Spielbälle. Es waren so viele, dass wir einige der Bälle auch an die Grundschule weitergaben. Gleich in der nächsten Pause kamen einige Bälle zum Einsatz. Einen kleinen Vorrat an Bällen haben wir jetzt noch, damit wir Nachschub haben, falls einer kaputt geht. Alle Schüler der RGM-Laufen sind sehr glücklich über die neuen Bälle und es wird nun viel mehr gespielt als in den Pausen zuvor.
Wir möchten uns sehr herzlich bei der Firma Spielzeug John für ihre großzügige Spende bedanken!
Ein Vogelhaus und ein Kressebeet:
Wir haben uns bei den Freidays mit dem Thema „Leben an Land“, das ist das Ziel 15. Unser Plan war es ein Vogelhaus zu bauen, in dem Vögel ihre Jungen großziehen.
Zuerst haben wir einen Plan gemacht und alles ganz genau aufgezeichnet. Anschließend haben wir das Material von Tonis Vater bekommen. Wir haben das Vogelhaus aus kostenlosen, alten Bodenresten gebaut, die sonst im Brennholz gelandet wären. Das Vogelhaus wird von Schrauben zusammengehalten, die nicht rosten und keine schwarzen Flecken hinterlassen, wenn es regnet. Aufgebaut haben wir das Vogelhaus dann gemeinsam in der Schule. Dafür brauchten wir nur einen Schraubenzieher.
Das Vogelhaus hängt nun im Wald von Tonis Vater.
Toni und Marcello aus der 6b
Eine Gruppe der 5a hat im Zuge der Freidays ein gesundes Klassenfrühstück veranstaltet, da sie ihren Klassenkameraden eine Freude bereiten und ihnen gleichzeitig gesunde Ernährung näherbringen wollten.
Doch natürlich musste im Vorfeld sehr viel geplant werden, z. B. welche Regeln gelten und wie das Essen organisiert wird. Dann war es endlich so weit, gesunde Köstlichkeiten stapelten sich im Klassenzimmer und die Freude war groß.
Menschen an Weihnachten glücklich machen!
Kein Hunger – das ist eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, welches eine Gruppe Schülerinnen und Schüler besonders beschäftigte. Warum müssen Menschen hungern? Vor allem an Weihnachten erscheint das besonders schlimm. Deshalb entstand die Idee, Kekse zu backen und damit Menschen in der stillen Zeit eine Freude zu bereiten.
Die Kinder waren hochmotiviert in ihrem Willen etwas Gutes zu tun und wollten gleich los zum Einkaufen. Doch da kam die Erkenntnis – vor der Umsetzung müssen viele Schritte geplant werden. Wer bekommt die Kekse, welche sollen gebacken werden, woher kommen die Lebensmittel dazu, wann können wir in die Schulküche, wie werden die Kekse verpackt und vieles mehr.
Also ging es ans Rezepte suchen, ans Eltern fragen, ob Mehl, Eier usw. von zuhause mitgenommen werden dürfen. Eine Mama, so auf das Projekt aufmerksam geworden, schlug vor, die Kekse für einen Gottesdienst in Salzburg zu spenden, der für einsame und bedürftige Menschen abgehalten wird.
Nach langer Planung war es dann so weit. Die Kekse wurden gebacken, Tüten handbemalt und befüllt. Schließlich kam der Pastor, Herr Peter Brandes von der Baptisten Gemeinde Salzburg Lehen, persönlich vorbei, um die Spende abzuholen.
Projektgruppe: Friedrich Clemens, Tobias Walter, Alexander Roitner, Sarah Ajayi, Mia – Sophie Hackländer, Hannah Hofmeister, Sabine Gschwendner, Eric Schröder, Sophie Krauß. Milan Wittrien